The Kaiserpfalz in Goslar, Germany

Goslar – die erlebnisreiche Stadt am Harz

Das Herz des Harzes: Goslar

Schöner Panorama-Blick über das Harzstädtchen Goslar

Wo immer man im westlichen Teil des Harzes seinen Urlaub verbringt, also zum Beispiel im schönen Hohegeiß ruhige oder sportliche Tage verbringen will, an Goslar als Kreisstadt und Herzstück dieses Teils wird man nicht vorbei kommen. Aber warum sollte man auch? Schließlich bietet diese Stadt so viele Möglichkeiten der Zerstreuung, eine Vielzahl alter und historisch bedeutender Gebäude und Straßenzüge, Museen und Kirchen, Märkte und Co., dass ein Tag in dieser Stadt fast nicht ausreicht. Aber was spricht dagegen, Goslar im Urlaub gleich mehrmals zu besuchen? Vom Ferienhaus Sonne, Harz & Sterne in Hohegeiß fährt man nach Goslar eine knappe Stunde. Das ist auch für Kinder keine weite Strecke. Dafür gibt es in Goslar einiges zu entdecken.

Zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert: die Altstadt 

Nicht nur der seit Jahren anhaltende Strom an Besuchern hat diese Stadt zu dem Magneten gemacht, der sie ist. Auch von “höherer Instanz” aus wurde befunden, dass Goslar etwas ganz Besonderes ist. So wurde die Altstadt in Toto zum UNESCO Weltkulturerbe deklariert, was sich für den Besucher schon als Gefühl sehr erhaben darstellt. Diese engen, immer sehr atmosphärischen Gässchen atmen Geschichte und auch etwas Heimeliges aus, das sich sofort auf die Besucher überträgt. Ein Spaziergang an den alten, schiefen Fachwerkhäusern vorbei ist wie eine Zeitreise, eine Reise in eine Zeit, als der Bergbau noch die Einkommensquelle der Region war. Heute ist dies natürlich der Tourismus, der sich sowohl auf Kulturfans als auch auf Sportler jeglicher Couleur bezieht.

Den Tag mit Sightseeing verbringen

Die Kaiserpfalz in Goslar

Das Schöne an der Stadt Goslar ist auch ihre kompakte Natur. Wer die Sehenswürdigkeiten sehen oder von innen besichtigen will, kann alle Wichtigen und interessanten Orte zu Fuß gut erreichen. Das heißt, man kann sich eine Route im “Tourist Office” zusammen stellen lassen und gemütlich alle Stationen ablaufen. Es bieten sich Kirchen wie St. Cosmas und Damian mit ihrer Doppelstruktur an, der Zwinger, das gotische Rathaus und die Kaiserpfalz. Wer sich ein wenig gruseln möchte, besucht den Zwinger, wer mehr über Goslars Geschichte erfahren will, das Zinnmuseum oder das Bergbaumuseum. All diese Orte sind Zeugen der Vergangenheit der stolzen Stadt Goslar und befinden sich in einem sehr guten Zustand.

Auch kulinarische Bedürfnisse werden voll befriedigt

Wer trotz der kurzen Wege dennoch ein wenig müde vom Schauen oder Besichtigen geworden ist, kann in der Altstadt eine Tasse Kaffee oder ein Mittagsmahl genießen. An sich das Treiben der Leute vorbei ziehen lassen, kirz inne halten – Goslar bietet die besten Grundlagen für diese Art von Rekreation. Und die Auswahl an internationalen Restaurants kann sich wirklich sehen lassen. Ein Lassi in einem indischen Restaurant, Pasta und Pizza oder eine ganz bürgerliche deutsche Küche: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und zur bald nahenden Adventszeit ist natürlich der Weihnachtsmarkt der Ort der Sehnsucht. Wohlgerüche ziehen über den Marktplatz, und das Mittagessen kann eben auch eine Bratwurst sein. Wer es etwas edler haben will, kann aber auch fündig werden. Gute Restaurants wie das Restaurant “Trüffel” bieten auch dem Gourmet das Gewünschte.

Die Berge sind nie sehr weit entfernt

Da Goslar mitten im Harz liegt, sind alle interessanten Ziele für Wandertouren auch nicht weit entfernt. St.-Andreasberg, Bad Harzburg, Hohegeiß, hier warten allerhand Aus- und Einblicke auf den Besucher in einer Welt, die schon Dichter vergangener Jahrhunderte zu Lobeshymnen animiert haben. Will man wirklich den freien Blick haben, empfehlen sich die nahe Bad Harzburg gelegenen Rabenklippen, die auch den Blick auf den zuweilen Nebel umhüllten Brocken erlauben. Goslar ist nicht fern, aber dennoch ist man plötzlich mit sich und der Natur allein – und ganz sicher im Reinen.

Sportlich, sportlich – Wandern oder Skilaufen

Die ganze Region um Goslar herum ist ein El Dorado für sportliche Menschen jeden Alters. Wandern ist traditionell und ganzjährig der Hit, aber auch für Langlauf- und Alpinskifans bieten sich viele Loipen an. Hohe Tannen, im Winter oft zauberhaft mit Schnee bedeckt, der Blick geht ins Weite – für viele Sportler ist diese Region eine Herausforderung und ein Elixier in Einem. Und dass sich nicht so viele Skiläufer oder Wanderer hier tummeln wie in anderen Regionen, sei an dieser Stelle als Hinweis und Geheimtipp noch hinzu gefügt. Goslar und sein Umland sind eine Region für Kenner und Genießer, für Natur- und Kulturfans.

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Die Teufelsmauer – Wandern auf Luzifers Klippen

Der 35 km lange, gut ausgeschilderte Teufelsmauer-Steig führt an allen geologischen Besonderheiten der Formation vorbei und lässt wanderbegeisterte Herzen höher schlagen. Die spektakulären Felsklippen beflügelten seit jeher die Fantasie der Menschen. Noch heute kann man ins Träumen geraten und sich an der phänomenalen Aussicht und den seltenen Tier- und Pflanzenarten erfreuen, die in dem Naturschutzgebiet ihr Refugium finden. 

Der Teufelsmauer-Steig – 35 km Wanderlust
Die Teufelsmauer ist ein Höhenzug im Norden des Harzes und reicht über 35 km von Blankenburg bis in den Osten nach Ballenstedt. Sieben besonders spektakuläre Felsformationen gilt es zu erklimmen: “Großvater”, “Hamburger Wappen”, “Papen-, Königs- und Mittelstein” sowie “Dicker Stein” und die etwas kleineren “Gegensteine”. Weniger geübte Wanderer können auch nur Teiletappen erforschen bzw. den Weg in mehreren Tagen begehen, denn es gibt regelmäßig gut ausgeschilderte Zuwege.
Festes Schuhwerk ist sehr zu empfehlen, besonders für die ersten Passagen von “Großvater” bis zum “Mittelstein”, da es hier durchaus steile, felsige und schwierige Passagen gibt. Danach flacht das Gelände etwas mehr ab und ist leichter begehbar.
Die Aussicht in die weite Landschaft belohnt für den Schweiß der anstrengenden Aufstiege. Abhängig von der Jahreszeit bieten sich dem Auge grüne Wiesen, durch Klatschmohn in Flammen versetzte Felder, goldene Getreideflächen und ganz viel Wald.

Besonderheiten aus Geologie, Flora und Fauna
Die aus Sandstein bestehende Teufelsmauer ist durch unterschiedliche Härtegrade des Gesteins gekennzeichnet. Mächtigen Kräfte im Inneren der Erde ließen die Gesteinsschichten zu Tage treten. Seit rund 80 Millionen Jahren der Erosion ausgeliefert, wurden weichere Sandsteinschichten abgetragen und die härteren blieben zurück, wodurch die außergewöhnliche Optik entstand.

Das Mittelgebirge Harz und insbesondere die Teufelsmauer sind durch die abwechslungsreiche Schichtrippelandschaft ein Refugium für viele teils vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten und bereits seit 1935 ein Naturschutzgebiet.
Hier finden nicht nur Mausohr-Fledermäuse ihre Höhlen, sondern auch Uhu, Neuntöter und Turmfalke die geeigneten Brut- und Jagdterritorien. Begeisterte aus der Welt der Reptilien und Amphibien kommen hier auf ihre Kosten, denn neben Erd- und Kreuzkröte sind in den warmen Sommermonaten die wechselwarme Glattnatter und Zauneidechse zu finden. Die unberührte Natur bietet Entomologen ein dankbares Forschungsobjekt, finden sich doch Schwalbenschwanz, Feld-Sandlaufkäfer und Wolfsmilchschwärmer noch zahlreich ein.

Eine gesunde Fauna kann nur existieren, wenn auch die Flora intakt ist. Und so sind neben den unscheinbaren nordischen Krustenflechten, das echte Tausendgüldenkraut, der Feld- und Franzen-Enzian und noch viele weitere botanische Raritäten zu entdecken.

Mythen und Märchen 
Der Legende nach bekam die Teufelsmauer ihren Namen, da Luzifer selbst den Harz für sich beanspruchte. Ein ewiger Streit zwischen ihm und Gott sollte schlussendlich zum Erliegen kommen, sodass beide einen Handel eingingen. Die gebirgigen, unfruchtbaren Flächen des Harzes sollten das Reich von Luzifer werden, sofern dieser die Region binnen einer einzigen Nacht mit einer monumentalen Mauer umzäunen könnte. Bis zum ersten Schrei des Hahnes musste der Teufel mit seinem Bauwerk fertig sein oder andernfalls den Harz für immer verlassen.
Kurz bevor der Teufel seinen Teil der Abmachung vollenden konnte, kam eine Händlerin des Weges, die ihren Hahn zum Verkauf auf dem Markt anbieten wollte. Als sie in der Dunkelheit stolperte, schrie das Tier verschreckt auf.
Luzifer tobte vor Wut und riss seine mühsam erbaute Mauer mit eigenen Händen wieder ein. Die Überreste stehen noch heute und sind als “Teufelsmauer” bekannt.

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Wanderziel für Individualisten: Der Armeleuteberg bei Wernigerode

Wanderziel im Harz

Der Harz hält viele interessante Wander- und Ausflugsziele bereit. Neben dem Brocken, den Stadtzentren von Halberstadt, Quedlinburg und Goslar gehören beispielsweise auch die Rappbodetalsperre und die Rosstrappe zu den bedeutenden und beliebten Touristenattraktionen. Doch nicht jeder mag das große Gewimmel und setzt statt Massenspektakel lieber auf individuelle aber nicht minder schöne Ziele. Der Armeleuteberg bei Wernigerode ist eines davon.

In Hasserode geht’s los

Wenn du ein besonderes Ziel fernab der bekannten Routen und Besuchermagnete suchst, ist eine Wanderung zum 478 Meter hohen Armeleuteberg genau das Richtige für dich. Unterwegs werden dir vermutlich nur wenige Menschen begegnen, dafür umso mehr beeindruckende Naturerlebnisse. Los geht’s an der Harzquerbahn-Haltestelle Wernigerode-Hasserode. Idealweise hast du dein Auto an einem der Bahnhöfe wie beispielsweise dem Wernigeröder Hauptbahnhof oder in Drei-Annen-Hohne abgestellt und bist mit dem Dampfzug nach Hasserode gekommen. Eine solche Anreise ist die ideale Einstimmung auf den romantischen Weg zum Armeleuteberg. An der Station Wernigerode-Hasserode orientierst du dich nun an den Wegweisern zum “Wernigeröder Märchenweg”, der direkt am Hasseröder Ferienpark in unmittelbarer Nähe beginnt. Beim “Wernigeröder Märchenweg” handelt es sich um einen Naturlehrpfad, der über einige Wiesen und durch den dichten Wald bis direkt hinauf zum Armeleuteberg führt. Trotzdem der Lehrpfad mit einer ganzen Reihe interessanter und abwechslungsreicher Ereignisstationen zum Ausprobieren und Entdecken aufwartet, sind in aller Regel nur wenige Menschen auf dieser Wanderroute unterwegs.

Nur zweieinhalb Kilometer bis zum Gipfel

Der Aufstieg zum Armeleuteberg ist nicht allzu lang und anstrengend. Trotz des zu überwindenden Höhenunterschiedes von gut 180 Metern auf einer Strecke von nur zweieinhalb Kilometern erreichst du im Normalfall ohne aus der Puste gekommen zu sein entspannt und fröhlich den Gipfel. Auch für Kinder stellt der Weg zum Armeleuteberg keine Schwierigkeit dar und ist sogar mit einem leichten Kinderwagen zu bewältigen. Oben angekommen erwartet dich zunächst der 1902 erbaute 12 Meter hohe Kaiserturm, welcher angesichts seiner Form häufig auch “Rapunzelturm” genannt wird. Vom Turm aus hast du eine gute Sicht nach Wernigerode und zum berühmten Wernigeröder Schloss sowie – bei gutem Wetter – einen hervorragenden Fernblick über das nördliche Harzvorland.

Übrigens: Einst befand sich auf dem Armeleuteberg ein Hospital, welches der Pflege von an Lepra erkrankten Menschen diente. Es wurde Mitte des 15. Jahrhunderts eröffnet und sein Personal kümmerte sich um die Ärmsten der Armen, weswegen die bis dahin als Petersberg bezeichnete Erhebung den Namen “Armeleuteberg” bekam.

Im Berggasthof für den Rückweg stärken

Nur ein paar Meter neben dem Aussichtsturm befindet sich der 1906 eröffnete Berggasthof. Er verfügt über eine große Außenterrasse und lädt mit seinem kulinarischen Angebot zur Stärkung ein. Nach einem erfrischenden Getränk und vielleicht auch dem Genuss der einen oder anderen regionalen Spezialität geht es dann so langsam an den Abstieg. Hier kannst du selbstverständlich denselben Weg nehmen, auf dem du gekommen bist. Empfehlenswert ist allerdings der Waldweg hinab ins Zentrum von Wernigerode. Er beginnt direkt hinter dem Gasthof und ist gut ausgeschildert. Biege einfach nach rechts in den schmalen Weg ab und folge diesem bis zur Skisprungschanze. Nachdem du den Markhardtberg und den Amelungskopf passiert hast, erreichst du bald das Zwölfmorgental, welches nach einiger Zeit in die Straße “Am großen Bleek” mündet. Schon wenige Meter weiter biegst du dann linker Hand in die Lindenbergstraße ein und folgst dieser bis zur Salzbergstraße, die dich direkt in das Zentrum Wernigerodes führt.

 

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Immer ein Erlebnis: Mit der Harzquerbahn unterwegs

Die Harzer Schmalspurbahn

Harzer Schmalspurbahn

Es gibt sie seit mehr als 100 Jahren und sie gehört ohne Frage zu den größten Attraktionen von Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge: Die Harzquerbahn. Wer als Urlauber oder Tagesausflügler den Harz besucht, begegnet ihr mit ziemlicher Sicherheit irgendwo. Und nicht nur Kinder haben ihre Freude an diesem besonderen Stück Nostalgie.

Auf schmalen Schienen den Harz entdecken 

Es gibt viele Möglichkeiten, den Harz kennenzulernen: Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder eben auf Schienen. Diese sind bei den Harzer Schmalspurbahnen nur 1.000 Millimeter breit, doch dank des sehr umfangreichen Streckennetzes kannst du mit den zumeist von schnaufenden Dampfloks gezogenen gelb-roten Waggons viele Wander- und Erlebnisziele der Region mühelos erreichen. Ob Wernigerode, Nordhausen oder der Brocken – überall finden sich Bahnhöfe, die zu einer Fahrt mit der Harzquerbahn einladen. Seit im Frühjahr 2006 das letzte Teilstück der Bahn zwischen der Station Gernrode und der Fachwerkstadt Quedlinburg in Betrieb genommen wurde, stehen nunmehr insgesamt gut 140 Streckenkilometer zur Verfügung. Wenn du im Harz unterwegs bist, kommst du also um eine Begegnung mit den dampfenden und bimmelnden Zügen kaum herum.

Eisenbahnromantik pur

Eine Fahrt mit der Harzquerbahn ist immer ein Erlebnis. Mit den kleinen Zügen kannst du die Region aus einer tollen Perspektive erleben, denn abgesehen von der technischen Faszination dieses Fortbewegungsmittels ist auch die Streckenführung beeindruckend. So führt die Fahrt nicht nur durch ausgedehnte und dichte Wälder und entlang saftig-grüner Wiesen, sondern tangiert auch eine Reihe von zum Teil sehr schroffen Felsen. Überdies passiert der Zug auf der Strecke zahlreiche Brücken und überquert rauschende Bäche. Und die Durchquerung des Thumkuhlenkopf-Tunnels zwischen den Stationen Steinerne Renne und Drei Annen Hohne lässt die Herzen großer und kleiner Eisenbahnfans garantiert höher schlagen.

Für wenig Geld zum Brocken

Grundsätzlich sind die Tickets der Harzquerbahn erschwinglich und belasten das Urlaubsbudget kaum. Lediglich die Tour zum Brocken geht ins Geld: Für eine Fahrt auf Norddeutschlands höchsten Berg und zurück musst du satte 39 Euro berappen. Dieser Preis gilt von jeder Station der Harzquerbahn aus, ganz unabhängig von der Entfernung. Bist du gar mit deiner Familie unterwegs, wird es noch teurer. So werden für zwei Erwachsene und zwei Kinder insgesamt 117 Euro fällig – ein stolzer Preis! Doch wenn du zu den Leuten mit einem schmalen Geldbeutel gehört oder einfach nicht so viel in dieses Erlebnis investieren willst, gibt es eine gute Alternative: Fahre einfach mit dem Auto oder dem Bus bis zum Bahnhof Wernigerode und steige dort in die Brockenbahn ein. Wähle dann aber nicht den Brockentarif, sondern löse nur ein Ticket bis nach Schierke. Hierfür werden 10 Euro pro Erwachsenem fällig (Hin- und Rückfahrt: 15 Euro); als Familie mit zwei Kindern 30 Euro (Hin- und Rückfahrt: 45 Euro). Die Fahrt führt dann schon ein ganzes Stück hinauf und du erlebt hautnah mit, wie die kleinen Dampfloks den zum Teil erheblichen Höhenunterschied bravourös meistern. In Schierke ausgestiegen, legst du das letzte Stück bis zum Brockengipfel dann einfach zu Fuß zurück. Mehrere Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden führen hinauf – stets durch eine wildromantische Natur und mit beeindruckenden Aussichten. Und wenn du nach einiger Zeit glücklich und zufrieden auf dem höchsten Punkt des Harzes angekommen bist, wirst du bestimmt irgendwo im Tal ein paar Dampfwolken aufsteigen sehen und wissen: Auch dort bummelt gerade ein Zug der Harzquerbahn durch die Landschaft.

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Die perfekte Entschleunigung – mit Langlaufskiern um den Granetalstausee herum

Ein Wintermärchen – ganz langsam den See umrunden

Der Harz im WinterNatürlich hast Du schon entdeckt, dass der Harz zu jeder Jahreszeit ein Traum für Urlauber ist, und dass er ein tolles Skigebiet abgibt, weißt Du auch. Wenn Du aber etwa ganz Spezielles haben willst, geh gerne mal eigene Wege – zum Beispiel um den Granetalstausee herum.Wenn Du Deine Basis in Hohegeiß oder Goslar gefunden hast, hast Du schon eine gute Wahl getroffen. Diese Region ist generell nie überlaufen, so dass sich niemals ein Stau auf den Loipen bilden kann. Wenn Du dem aber noch sozusagen einen drauf setzen willst, kannst Du Dir ein ganz neues Revier erschließen. Hier bietet sich der verträumte Granetalstausee, der ganz nah an Hohegeiß bei Goslar gelegen ist, als schönes Ziel für einen Tagesausflug an. Im Frühling zeigt er zwar sein etwas wilderes Gesicht, das muss er als Stausee auch, aber im Winter ruht er so still wie eben der berühmte See. Das heißt, Du hast hier so etwas wie die perfekte Vorlage für Dein persönliches Wintermärchen. Wenn Du gerne wanderst, allein oder zu zweit, ist dieser gut zu umrundende Stausee super, aber noch schöner ist es, ihn per Langlaufskier zu umkreisen – ein echter Geheimtipp!

Dahin gleiten, die Sonne genießen, einmal an nichts denken

Bei den normalen Abfahrten hast Du immer noch einen kleinen Stressmoment, dass doch Fahrt aufkommt und Du nicht richtig reagieren könntest. Wenn Du aber Dein Skiglück auf die Langlaufskier verlagerst, hast Du wirklich gute Karten. Du kannst nämlich alle Vorteile des Skilaufens, also ein zügiges Vorankommen, mit den Vorteilen der ruhigeren Grundstimmung kombinieren. Nichts und niemand drängt Dich, es gibt nichts zu erreichen – es sei denn, Du setzt Dir selbst ein Ziel. Aber warum solltest Du das tun, der Weg ist, wie man so schön sagt, hier schon das Ziel.

Hin und wieder kreist ein Vogel – ansonsten: Stille

Der Harz im WinterKurz ein paar technische Anmerkungen: Wenn Du keine eigenen Langlaufskier besitzt, ist das auch nicht schlimm, denn die kannst Du vor Ort überall ausleihen. Also gewöhnst Du Dich erst mal ein wenig an die “langen Füße”, was aber schnell geht, und los geht es. Wenn Du das Glück hast, die Kombination aus klirrender Kälte und Sonnenschein zu erwischen, hast Du es besonders gut. Über Dir ein strahlend blauer Himmel, die Sonne lächelt freundlich auf Dich herab. Ein paar Vögel ziehen über Dir ihre Runden, alles steht also auf Natur pur. Und Du wirst ein Stück davon, das geht ganz unmerklich vonstatten. Du konzentrierst Dich auf die Schritte, die Du machst, alle Weitere fließt wie von selbst.

Bewegung tut gut – dem Körper und der Seele

Du kannst bei dieser Tour etwas ab von den typischen Harzer Zielen in wirklich guter, reiner Luft Folgendes verspüren: dass wohl nur Bewegung auf diese Art gut tut. Man schafft etwas, aber ganz ohne Zwang und Zielvorgaben durch Andere. Es geht nur darum, Dich im Schnee zu bewegen, eine schlichte, beinahe meditative Form der Bewegung. Und wenn Dir doch einmal jemand unterwegs begegnet, was selten der Fall ist, kannst Du sicher sein, dass er oder sie so ähnlich empfindet wie Du. Endlich ohne jeden Druck, aber mit Spaß etwas tun: Gönn Dir dieses zauberhafte Vergnügen – es könnte süchtig machen. Eine gesunde Form der Sucht…

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Mystik pur – die Rabenklippen als Ziel

Lüchse, Nebel, eine mystische Welt die Rabenklippe

Wenn Du den leichten Grusel erleben willst, der schon von den Dichtern beschrieben wurde, hast Du mit der Rabenklippe den perfekten Ort gefunden. Hier oben ist alles möglich – lass Deine Phantasie spielen!

Du kannst diese schöne Tour sozusagen langsam aufbauen. Fang ruhig in der Kurstadt Bad Harzburg an, die etwa angenehm Nostalgisches an sich hat und Dir auch allerhand Restaurants und Cafés zur Stärkung bietet. Wenn Du genug von der Stadt gesehen hast, geht es in Richtung Seilbahnstation, die etwas außerhalb des Stadtkerns liegt. Die Seilbahn ist klein aber fein und hat ordentlich Geschichte zu bieten, wie Du aus den Informationstafeln erfahren kannst. Für wenig Geld geht es nach oben, das Abenteuer kann beginnen!

Ein anderer Wind weht

Die kurze Strecke nach oben ist schnell erledigt, Du verlässt die Gondel und merkst es schon: Etwas ist hier oben anders, ein anderer Wind weht. Oder ist es nur das Gefühl, das Dich ergreift, weil der Blick plötzlich frei wird? Du kannst jetzt wählen, aber im Grunde führen alle Wege zur Rabenklippe, sie ist also ein Ziel, das Dich antreiben kann, es aber nicht muss. Nimm Dir ruhig Zeit, schau mal, was an Kräutern so am Weg blüht und freu Dich auf einen Atem beraubenden Ausblick. Neben der eigentlichen Klippe erwartet Dich noch zwei weitere Attraktionen hier oben die Gaststätte gleichen Namens und das Luchsgehege.

Wandern als Entspannung

Wie Du den Weg auch anlegst, mit ganz viel Muße oder mit dem stringenten Blick auf die Klippe und das wartende Essen, Du wirst es doch merken: Wandern in dieser Höhe, ohne ablenkende Elemente entspannt und macht sogar glücklich! Und das unabhängig davon, wie das Wetter sich gestaltet. Im Sommer kann es ganz schön heiß hier oben werden, aber Du hast eine klare Sicht. Im Winter wirst Du vor Nebelschwaden vielleicht nicht viel außer Deinem eigenen Atem sehen, aber auch das kann seinen Reiz haben. Die Rabenklippe ist ohne Frage ein ganzjährig attraktives Ziel.

Mit Blick zum Brocken ein deftiges Mahl zu sich nehmen

Im Sommer bildet natürlich das Gasthaus zur Rabenklippe ein echtes Highlight. Du kannst Dich auf eine ehrliche Küche ohne Chi Chi freuen, und dass ein Gericht, das man mit Blick auf den Brocken zu sich nimmt, besonders gut schmeckt, braucht man nicht zu betonen. Zu finden ist das Gasthaus auch recht leicht, es ist zum Einen gut ausgeschildert, zum Anderen musst Du eigentlich immer nur der Nase nach gehen. Eine Pause, wie Du sie in der Stadt sicher nicht so oft erlebst, wartet!

Die Lüchse fühlen sich offensichtlich wohl hier oben

Das Luchsgehege ist gut in die Landschaft integriert und bildet natürlich auch eine Attraktion, vor allem, wenn Du mit Kindern unterwegs bist. Diese eigentlich scheuen Tiere haben hier eine neue Heimat gefunden, die gut zu ihnen und dem Flair passt, das die Gegend insgesamt auszeichnet. Auch hier spürst Du also den besonderen Zauber des Harzes und seiner Bewohner. Nachdem Du also Impressionen satt gewonnen hast, kannst Du wählen: Entweder wieder per Gondel ins Tal fahren oder zu Fuß die gut zu bewältigende Strecke zur Bahnstation unten antreten.